Stück für Stück sanieren wir unsere Kirche. Inzwischen haben wir drei Ecken
der Dachkonstruktion dank Ihrer Unterstützung und mit Hilfe von Konsistorium,
Kirchenkreis, Landkreis und Land sanieren können. Gemeinsam mit dem
Konsistorium planen wir den nächsten Bauabschnitt für das Jahr 2011. Geplant
ist die Sanierung der gesamten Außenhülle (Dach, Fassade). Hierfür ist noch
ein hoher Eigenanteil nötig, für den wir weiterhin Ihre Hilfe benötigen.
Vielen Dank!
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Die erste Kirche von Joachimsthal wurde 1607 zusammen mit dem Gymnasium erbaut. Sie hatte einen quadratischen Westturm und einen polygonalen Ostabschluss. Sie muss für damalige Verhältnisse eine beachtliche Größe besessen haben. Es wird allgemein vermutet, dass es ein Fachwerkbau war. Dem widerspricht aber die Abbildung der Kirche auf der Zeichnung des Gymnasiums von 1607. Danach müsste es sich eher um einen Massivbau (Backstein?) gehandelt haben. Die anderen Gebäude sind als Fachwerkbauten deutlich erkennbar. Der Altar kam aus Potsdam. 1730 war die Kirche so baufällig, dass sie abgerissen werden musste. Der ehemalige Standort der Kirche wurde mit Sand und Erdreich aufgefüllt.
Kirche Joachimsthal -
Südgiebel / W. Ebert
1735/36 entstand eine neue Kirche in Kreuzform. Der Turm auf dem Südkreuzarm folgte aus Kostengründen erst 1740/41. Bei dem großen Stadtbrand am 20. April 1814 wurde auch die Kirche nebst Pfarrhaus, Schule und Amtshaus Opfer der Flammen.
Von 1817-1820 wurde die Kirche unter Schinkelschem Einfluss
wieder hergestellt. Das ist anhand des Schriftwechsels nachvollziehbar.
Schinkel ist die Giebelgestaltung und die Verwendung verschiedener Formziegel
zuzuschreiben.
Sie wurde wieder in Kreuzform erbaut. Anstatt des Turmes bildete man die
Südseite in Form einer höher geführten Blendmauer, die durch zwei
Eckpfeilern von sehr schlanken Türmchen eingefasst wird. Die übrigen Seiten
wandelte man in steile Pfeilertreppengiebel um.
Literatur:
Festschrift 400 Jahre Schorfheidestadt Joachimsthal. 2004.
Die Kunstdenkmäler der Provinz Brandenburg. Band III, Teil 3 Kreis
Angermünde
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Die derzeitige Kirche in Joachimsthal ist das 3.Bauwerk an gleicher Stelle. Carl Friedrich Schinkel hat sie auf den Grundmauern der abgebrannten Vorgängerkirche mit Hilfe des Baukondukteurs Schramm geplant. Dabei hat er aus Geldmangel die Dächer verflacht und anstelle eines Turmes auf der Südseite ein Giebelelement entwickelt. Die Kirche ist eine der wenigen Kreuzkirchen. Eingeweiht wurde sie im Jahr 1817. In den 70ger Jahren wurde das Gebäude außen saniert und innen erheblich verändert. Der eine Flügel wurde gänzlich vom Kirchenraum abgetrennt und damit Gemeinderäume und eine beheizbare Winterkirche geschaffen. Heute wird über eine teilweise Rekonstruktion, ohne Verzicht auf die Gemeinderäume, diskutiert. Es hat sich eine Gemeindegruppe zusammengefunden, die in Archiven nach alten Baugrundlagen recherchiert. Dabei wird viel interessantes entdeckt!