Mehrere Gutachten haben den GKR aufgeschreckt. Im Deckengebälk sind Schwachstellen, die im schlimmsten Fall zum Einsturz des Daches in wenigen Jahren führen können. Der GKR hat die Einrichtung eines Bauausschusses beschlossen und dazu ehrenamtlich einige Aktive gewinnen können. Unter dem Vorsitz von Herrn Götze hilft dieser Ausschuss, Fördermittel zu beantragen und Konzepte zur Öffnung und Belebung der Kirche zu entwickeln. Die Denkmalschutzbehörden und die kirchlichen Ebenen wurden von der Situation in Kenntnis gesetzt und nun hoffen wir auf Hilfe.
‚Mönchsweg’
Die Mönche von Chorin haben die Felder in Golzow bewirtschaftet und sind sicherlich zwischen den umliegenden Orten hin und her gewandert. Saatgut und Versorgung wurden in gegenseitiger Hilfe organisiert. Der geplante ‚Mönchsweg’ zwischen den umliegenden Orten um Chorin scheint eine attraktive Idee zur Entwicklung von Tourismus auch in Golzow zu sein. Hierbei möchten sich die Kirchengemeinden Golzow und Althüttendorf beteiligen. In diesem Jahr ist eine Wanderung zwischen der Wanderkirche Althüttendorf und Golzow geplant. Wer genaueres wissen möchte, wende sich an das Pfarrhaus in Joachimsthal. (033361/268)
Das Ortsbild von Golzow wird durch die roten Backsteinbauten des dreiseitigen, nach hinten offenen ehemaligen Gutshofes und die aus dem 19. Jh. stammenden Mittelbauernhöfe an der Südseite der Dorfstraße geprägt. Von den älteren Bauten erhielt sich nur noch ein eingeschossiges, mit der Giebelseite zur Straße gerichtetes Fachwerkhaus (Dorfstraße 26).
Golzower Dorfkirche
Foto: G.-U. Michaelis
Auf dem Dorfanger steht die Kirche. Ihre Geschichte reicht bis in die Mitte des 13. Jh. zurück. Sie ist in ihrem Kern ein Feldsteinbau mit regelmäßigem Quadermauerwerk. Während des 30jährigen Krieges wurden das Dorf und die Kirche zerstört. Von der Kirche blieb nur die Feldsteinmauer erhalten. Im Jahre 1671 wurde die Kirche wieder aufgebaut und ihr ein Westturm angefügt. 1894 bis 1898 erfolgte eine neugotische Erweiterung in Feld- und Backsteinbauweise. Der hohe Westturm und der Ostgiebel sind besonders reich gestaltet. Gleichzeitig erfolgte auch der Innenausbau. Das Äußere wie auch das für ländliche Gotteshäuser außergewöhnlich anspruchsvolle Innere der Kirche werden ausschließlich von den baulichen Veränderungen des ausgehenden 19. Jh. bestimmt. Lediglich der 1705 geschaffene hölzerne Kanzelaltar und zwei Messingkronleuchter von 1766 sowie die Abendmahlgeräte (ein Kelch von 1688 und eine Obladendose von 1731) sowie die Glocke von 1861 wurden aus dem älteren Bau übernommen. Den Kirchhof umgibt eine Feldsteinmauer.