In den letzten Jahren wurde von den Aktiven in der kleinen Gemeinde viel an und in der Kirche von Althüttendorf saniert und verschönert. Nun haben Fachleute Risse im Gemäuer entdeckt. Hier müssen wir forschen, woher diese Risse kommen und ob eine Gefahr für das Gebäude besteht. Im nächsten Jahr werden wir hierzu einen/n Architekten/in beauftragen.
Da die in Aussicht genommene Orgel in Stil und Größe nicht in unsere Kirche passte, schauen wir uns derzeit nach einer anderen gebrauchten Orgel um.
Die Kirche wurde zwischen 1803 bis 1809 (Jahreszahl 1806 in der Wetterfahne des Turmes) als rechteckiger gotisierender Feldsteinbau in Zyklopenbauweise und Zwickeltechnik errichtet. Im Innern hat die Kirche eine flache Putzdecke und eine Westempore. Schlichte Holzsäulen geben dem Raum einen dreischiffigen Charakter. Das einfache Holzkreuz entstand in neuerer Zeit. Die sechsseitige Kanzel stammt aus der Gründungszeit der Kirche und die hölzerne Taufe datiert aus dem Ende des 19. Jahrhunderts. Die umfassenden Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten wurden im Jahre 1998 abgeschlossen.
Schon von der Autobahn aus Stettin kommend ist unser Kirchturm
und das Dach der Kirche zu sehen. Es ist von weitem ein schöner Anblick und
jetzt auch aus der Nähe, da das Dach 2007 Dank zahlreicher Spenden neu
eingedeckt wurde. Besonders danken wir der Familie Baumann und ihren Freunden
für alle Unterstützung.
![]() |
Althüttendorf hat eine kleine mittelalterliche Feldsteinkirche mit quadratischem, verbretterten Turm. Sie wurde etwa 1850 bis 1860 erneuert und im Jahre 2001 renoviert und neu geweiht. 2006 wurde die Kirche als Wanderkirche eingeweiht. |
![]() |
Wanderkirche Althüttendorf
Einige Menschen haben mich gefragt, was denn eine Wanderkirche ist – schließlich wandert sie ja nicht.
Unsere Kirche ist schon von weitem sichtbar. Sie prägt die Landschaft und das Dorf. Seit Sommer 2006 ist sie nun eine ‚Offene Kirche’, in die Menschen, die den Turm schon von weitem gesehen haben, auch hineingehen können. Kein erfolgloses Drücken der Klinke. Unsere Kirche lädt Wanderer und andere Menschen ein.
Das Wandern selbst hat in der Kirche eine sehr alte Tradition. Denken wir an die berühmten Pilgerstrecken, die Menschen gehen, um mit sich selbst und Gott zu mehr Lebensfülle und Sicherheit finden.
Der Mensch wandert durch das Leben und eine Wanderung kann ein Spiegel werden. Wer viel wandert weiß, wie die Gedanken fließen, dann manchmal ganz still werden, wie man die Natur betrachtet und erstaunt sich selbst in Gottes Schöpfung sieht. Also Wanderkirche ist tatsächlich auch ein Ausdruck des Glaubens an Gott.
Der Gemeindekirchenrat hat auch pragmatisch nachgedacht, dass unsere Kirche als Wanderkirche eine wichtige Rolle neben anderen Ausflugszielen der Region sein kann.
Die Kirche ist also in Sommermonaten täglich geöffnet und lädt Wanderer ein, sich auszuruhen, eine Kerze anzuzünden, nachzudenken oder sich einfach einen Moment unterzustellen. Es gibt ein Gästebuch, Notizen zum Nachdenken und vielleicht zum Wiedererkennen. Auf einer großen Karte können Sie Wanderwege und Stationen eintragen und empfehlen. Es gibt auch biblische Texte zum Mitnehmen auf den Weg.
Pfarrerin Beatrix Spreng